Torsten ., alias "Vizinalbahner"

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Die ersten Schritte...

Erstellt am Dienstag, 3. August 2021, zuletzt aktualisiert am Samstag, 7. August 2021


Hallo,

Vor der Spur 0 Anlage Mesingen-Hofeld war ich jahrelang in H0 unterwegs und hab da auch viel rum experimentiert im Selbstbau von Fahrzeugen, allerdings in Stahl und Weißblech.
Als ich allerdings anfing meine durch Zufall erworbene Spur 0 Märklin Dampflok samt Gleise und Waggons zu restaurieren, bekam ich die Idee mir passende Waggons und eine E-Lok im Still der alten Märklin selber zu bauen.
Eine E-Lok und ein Kesselwagen wurden auch gebaut aber richtig zufrieden war ich damit nicht. Da wurde auch rum experimentiert mit Radsätzen aus Buchenholz, welche beim Kesselwagen auch eingesetzt wurden und auf dem alten Blechgleis sehr gut funktionieren.
Allerdings hatte ich Lust auf mehr und dabei einen Gedanken aufgegriffen, welchen ich vor über 30 Jahren aufnahm nachdem ich ein Beitrag in einer Mobazeitung gelesen hatte, wo ein Uhrmacher alle seine Fahrzeuge in H0 komplett aus Messing selbst gebaut hat. Das beeindruckte mich, das wollte ich irgendwann auch machen.

Also als erstes mich mit dem notwendigen Maschinen ausgestattet und auch mein Material neu überdacht. Anstatt Stahl und Weißblech sollte es nun Messing und Holz werden......anfänglich mit etwas Skepsis und Überwindung aufgrund der Kosten von Messing.
Aber so teuer wie gedacht wurde es dann doch nicht.

Als erstes Fahrzeug wählte ich einen Kranwagen, welcher im Original zwar ein Schmalspur-Fahrzeug ist aber dieser Typ gefiel mir so gut das ich ihn kurzerhand gedanklich umspurte. Dabei machte ich auch gleich meinen ersten Fehler und orientierte mich an die alten Märklin-Modelle und dessen Gleis........ein Fehler der sich aber später korrigieren lies.

Dabei schuf ich mir selbst bestimmte Rahmenbedingungen, welche bei allen weiteren Projekten übernommen wurden.

Alles was sich an einem Waggon bewegen kann sollte sich auch am Modell bewegen können. Dazu zählen gefederte Puffer, funktionierende Zugentlastung der Haken, Handbremsen usw. Denn ersten Abstrich machte ich bei den Blattfedern. Das war mir da etwas zu fummelig und erschien mir zu aufwendig zum umsetzten. Denn alle Fahrzeuge sollten auch betriebstauglich und entsprechend robust sein. Darauf habe ich nämlich überhaupt kein Bock das man die Fahrzeuge nur mit spitzen Fingern anfassen darf, damit ja nichts kaputt geht.
Und...baue alles so weit wie möglich so als würde man es in 1:1 selber bauen...das löst viele konstruktive Probleme wie von selbst und bringt mich automatisch näher an das Vorbild ran.

Die Radsätze sind bei den Eisenbahnfahrzeugen jetzt "genormt" und haben alle den selben Durchmesser von 22mm Lauffläche.
Anfangs habe ich die noch 4mm breiten Laufflächen mit etwa 5˚ und Spurkränze mit 7˚ angewinkelt. Auch waren die Spurkränze noch 2mm hoch.
Nach den ersten Erfahrungen mit Laufeigenschaften haben sich nun 22x3mm Lauffläche, 1x1,5mm Spurkranz, also 24mm im Gesamtdurchmesser ohne Winkel als optimal und fein genug heraus gestellt. Der Winkel an den Radsätzen erwies sich als unnötig und störend. Die Radsätze waren anfangs auch die größte Herausforderung. An Speichenräder mochte ich beim Kran noch gar nicht denken.
Die Radsätze vom Kran sind heute die schwersten und fettesten von allen überhaupt. Nur die Tatsache das es sich hier um einen Kran mit einen "guten Gewicht" handelt, lies diese ihn erhalten bleiben. Es wurden schon andere Radsätze gebaut und eingesetzt aber irgendwie mochten die nicht passend wirken.

Also der erste Waggon sollte nun ein Handkran-Waggon werden. Ausgestattet mit einem voll funktionsfähigen Handantrieb mit Zweigang-Getriebe, einstellbaren Ausleger über Gewindestangen sowie einstellbaren Gleiskrallen gegen das umfallen und wegrollen.


Und da ich auch recht bequem und faul sein kann hab ich mir im Netz jemanden gesucht der das Teil schon selber gebaut hat und fand folgende Seite.......

www.schmalspur-modell.at/viewtopic.php?t=9429

Dort war alles was ich sehen wollte und da dieses Fahrzeug auch noch in Spur TT gebaut wurde, konnte eigentlich nichts schiefgehen.

Bei diesem Waggon hab ich noch viel mit Flamme gelötet. Auch der Rahmen war hier noch sehr stabil ausgeführt......die ersten Gehversuche halt.









Die ersten Selbstbauten in 0, Lok und Waggonrahmen aus Weißblech, der Kessel und die Radsätze des Waggons aus Buchenholz gedrechselt.
Der Antrieb war eine Beigabe zum Märklin-Spur0 Konvolut.
Die ersten Selbstbauten in 0, Lok und Waggonrahmen aus Weißblech, der Kessel und die Radsätze des Waggons aus Buchenholz gedrechselt.
Der Antrieb war eine Beigabe zum Märklin-Spur0 Konvolut.
Dieser Waggon war nun der Anfang und das endgültige Aus meiner H0-Zeit.
Ab da wurde alles H0 veräußert und in Werkzeug und Maschinen umgewandelt.
Dieser Waggon war nun der Anfang und das endgültige Aus meiner H0-Zeit.
Ab da wurde alles H0 veräußert und in Werkzeug und Maschinen umgewandelt.
Die Gleiskrallen
Die Gleiskrallen
Hält !
Hält !
Der Kupplungshaken.....auch so ein Thema für sich.
Der Kupplungshaken.....auch so ein Thema für sich.
Der Rahmen war damit fertig.
Zu diesem Zeitpunkt war aber noch kein Gedanke über eine Anlage vorhanden.
Der Rahmen war damit fertig.
Zu diesem Zeitpunkt war aber noch kein Gedanke über eine Anlage vorhanden.
Jetzt ging es an den Kran.
Jetzt ging es an den Kran.
wie beim Original lässt sich das Getriebe entriegeln und durch das verschieben der Kurbel in den zweiten Gang schalten.

im Modell merkt man aber nichts davon, ich hatte nur je zwei ...
wie beim Original lässt sich das Getriebe entriegeln und durch das verschieben der Kurbel in den zweiten Gang schalten.

im Modell merkt man aber nichts davon, ich hatte nur je zwei identische Zahnräder in der Grabelkiste liegen, ....aber das weis ja keiner :)
Auf diesen Bild ist die Kette noch falsch aufgesetzt.....hab ich beim fotografieren nicht bemerkt.
Auf diesen Bild ist die Kette noch falsch aufgesetzt.....hab ich beim fotografieren nicht bemerkt.
immer noch falsch...
immer noch falsch...
jetzt ist es richtig.

Die Kugel ist aus Zink gedreht, hält die Kette schön stramm.
jetzt ist es richtig.

Die Kugel ist aus Zink gedreht, hält die Kette schön stramm.
der kann schon was hoch buckeln....
der kann schon was hoch buckeln....
hier wurde der Holzboden ....Mahagoni-Holzleisten montiert.
Das erste Messing-Modell war damit fertig und für mich stand fest das genau in diese Richtung es weiter gehen soll.
hier wurde der Holzboden ....Mahagoni-Holzleisten montiert.
Das erste Messing-Modell war damit fertig und für mich stand fest das genau in diese Richtung es weiter gehen soll.

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

melop am Mittwoch, 4. August 2021
Hallo Torsten,

einen schönen Kran hast Du Dir da gebaut. Der gefällt mir.

Viele Grüße
Peter

EpocheIIIFreund am Samstag, 7. August 2021
Hallo Torsten,
das ist ja ein bombastisches Modell, was Du gebaut hast.
Es sind ja wirklich alle Gründsätze der Kranphysik mit einbezogen worden.
... tolles Teil.

Viele Grüße Christoph

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